49 - Der Kontaminierte Geruchsartikel

Shownotes

Kontamination ist nicht gleich Kontamination.

Ganz ohne Kontamination beim Mantrailing auszukommen ist utopisch. Und deswegen ist es auch sinnvoll, dass sich unsere Hunde mit kontaminierten Geruchsartikeln auseinandersetzen.

Für mich macht es allerdings einen großen Unterschied, ob eine Kontamination unnötig entsteht oder ob ich sie ganz bewusst für die Lerngeschichte des Hundes einsetze. Sehr kritisch stehe ich Geruchsartikeln gegenüber, über deren Kontamination ich keine Kenntnis habe – insbesondere dann, wenn die Wahrscheinlichkeit einer Kontamination hoch ist.

Mantrailing ist eine Match-to-Sample-Aufgabe. Und wenn ich von meinem Hund eine eindeutige Antwort erwarte, sind wir es ihm auch schuldig, eine möglichst eindeutige Frage zu stellen.

In dieser Podcastfolge geht es also um den Umgang mit unnötig, geplant und unbekannt kontaminierten Geruchsartikeln und darum, welche Konsequenzen sich daraus für mein Training ergeben.

Und natürlich kläre ich auch noch, wie es passieren kann, dass ein Kuckuck im Einkaufswagen sitzt – und wir ihn aus Versehen auch noch großziehen.

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00:00:03: Hey Fifi fragt Bello.

00:00:32: Was hast du denn am Wochenende gemacht?

00:00:35: Ach, wir waren beim Men Trailing!

00:00:37: sagt Fifi.

00:00:38: Ich auch, sagt Emma.

00:00:41: Aber stellt euch vor was mir am Sonntag passiert ist", sagt Bello aufgeregt.

00:00:47: Ich habe eine Socke vor die Nase bekommen, auf der ich zwei verschiedene Menschen riechen konnte!

00:00:54: Zum Glück gab es aber nur von einem dieser Menschen eine Spur also konnte ich sofort loslegen.

00:01:01: Ach das kenne ich auch, gesagt Emma betrübt.

00:01:05: Aber ich hatte nicht so viel Glück wie du.

00:01:08: Auf meiner Socke waren auch zwei verschiedene Menschengerüche drauf, aber es gab von beiden eine Spur vom Ort weg.

00:01:16: Ich habe echt nicht gewusst wen ich suchen

00:01:19: soll.".

00:01:19: – – Ach!

00:01:22: Das ist doch ganz einfach, sagt Fifi Augenzwingkant.

00:01:26: Wenn ich in so einem Fall nicht weiß, wen ich suche, nehme mich den, bei dem er sich das letzte Mal richtig gelohnt hat.

00:01:38: Herzlich willkommen zur neuen Podcastfolge.

00:01:42: Ja, du hast richtig gehört!

00:01:44: Ich habe diese Folge tatsächlich mit einem Witz begonnen und das ist durchaus ungewöhnlich denn es geht hier um wirklich ernste und wichtige Themen rund ums Man-Trailing und heute um ein Thema dass mir wirklich sehr am Herzen liegt den kontaminierten Geruchsartikel.

00:02:04: Und was hier zunächst lustig klingt, ist tatsächlich ziemlich ernst.

00:02:10: Wir erwarten beim Trailing vom Hund eine eindeutige Antwort auf eine Frage die wir ihm möglicherweise gar nicht eindeutlich gestellt haben.

00:02:22: Fangen wir von Anfang an!

00:02:24: Man trailing ist eine match to sample Aufgabe wie wir alle wissen.

00:02:29: Und das letzte, was wir beim Trailen wollen ist dass ein Hund am Start frei entscheidet welche Person er sucht sowie für viel es stolz erzählt hat.

00:02:39: Die Aufgabe besteht ja darin exakt die Person zu suchen.

00:02:43: deren Individualgeruch wird ihm mit dem Geruchsträger präsentieren.

00:02:49: Einer der wichtigsten Schritte ist daher, dem Hund das Match to Sample-Prinzip dieser Aufgabe wirklich zu vermitteln.

00:02:56: Das Prinzip selbst ist eigentlich ganz simpel!

00:02:59: Zu einem vorgegebenen Muster soll das passende Gegenstück gefunden werden und dafür braucht es in erster Linie eindeutige Geruchsartikel.

00:03:10: Und wie mein Mentor Peter Keller immer sagt – Der Geruchsträger ist die einzige Verbindung zwischen Hundenase und Zielperson.

00:03:20: Dem Geruchsträger, also dem Sample kommt daher eine tragende Rolle beim Tränen zu.

00:03:26: In meinem Buch Man Trailing Mehr als Suchen wohlbefinden.

00:03:30: als Wegweiser nenne ich den Geruchsartikel den oft verkanten Hauptdarsteller – oft verkannt deswegen weil ich selbst erlebt habe wie beiläufig und teilt sogar sorglos mit ihm umgegangen wird.

00:03:47: Aber Ganz ohne Kontamination ist es unrealistisch.

00:03:53: Zugegeben!

00:03:54: Da, wo ich mit Menschwellen begonnen hatte wurde nicht sehr so akfältig mit dem Geruchsträger umgegangen.

00:04:00: Daher war mein Bewusstsein bezüglich Kontaminationen recht wenig ausgeprägt.

00:04:06: Bei Peter Keller wurde das dann ganz anders!

00:04:09: Da habe ich dann das Ausmaß der Bedeutung des Geruchsträgers und den Umgang mit ihm wirklich erfasst – und als ich selbst als Trainerin tätig wurde, habe ich sehr großen Wert auf die Qualität des Geruchssträgers im Training

00:04:22: gelegen."

00:04:23: Gelegt.

00:04:24: Und ja, da sprach ich anfangs auch vom unkontaminierten Geruchsträger.

00:04:29: nun und das ist und bleibt ein Wunschtraum denn in der Realität ist es für uns kaum machbar.

00:04:36: selbst die neu gekaufte Tüte kann bereits durch Produktion Transport Bereitstellung im Geschäft Kaufvorgang und Lagerung daheim mit menschlichem Geruch kontaminiert sein.

00:04:48: Was also bleibt, ist der Ansatz ein Bewusstsein für die Kontamination von Geruchsträgern zu schaffen.

00:04:55: Ein Bewusstsein darüber wie wir Kontamnationen einordnen, aktiv nutzen oder eben auch möglichst verhindern können.

00:05:06: Aber zunächst mal, wo können wir uns überall Kontaminationen einfangen?

00:05:11: Wie kommt es also dazu dass Emma, Fifi und Bello socken mit mehr als einem menschlichen Geruch drauf vor die Nase bekommen.

00:05:21: Beginnen wir bei der Gewinnung des Geruchsträgers Denn bereits bei der gewinnung im Haushalt der Zielperson besteht ein großes Kontaminationsrisiko besonders dann wenn die Zielperson nicht alleine im Haushalte lebt.

00:05:36: Der Schal an der Garderobe unter dem Mantel eines Familienmitglieds ist kontaminiert.

00:05:42: Die berühmte Socke aus dem Wäschekorb der Familie ist kontaminiert, die Frühstückstasse, die der oder die Partnerin aus der Spülmaschine in den Schrank geräumt hat, ist kontamineert.

00:05:55: Das Gemeine bei diesen Kontaminationen?

00:05:59: Es könnte an dem Ort, an dem trainiert wird Tatsächlich auch Spuren dieser Person geben.

00:06:06: Das Gute?

00:06:08: Das lässt sich im Großen und Ganzen durch Fragen klären!

00:06:13: Ein weiterer Möglichkeit für Kontaminationen ist der Behälter oder die Tüte, denn sobald eine Tüthe ein Glas, eine Dose mehrfach genutzt wird haben wir das Problem mit Kontamnationen.

00:06:28: Dass auch neue Tüten nicht komplett ohne menschlichen Geruch sind, ist zwar klar aber die Wahrscheinlichkeit dass es dazu auch Spuren vor Ort gibt, ist gering.

00:06:39: Wenn eine Tüte im Rahmen des Trainings mehrfach genutzt wird dann trägt sie sicher den Geruch der Trailer und mit hoher Wahrscheinlichheit gibt es dann eben auch Sporen vor Ort.

00:06:51: Und gerade bei Gläsern und Dosen stehen wir vor der Herausforderung, dass wir sie zwar mit haushaltsüblichen Mitteln sauber bekommen aber nicht zwingend auch die Reste von menschlichem Geruch zuverlässig entfernen können.

00:07:05: In meinem Training habe ich mich dafür für folgende Lösung entschieden – Für die Qualität Und eben auch für das Material des Behälters, in dem der Geruchsträger präsentiert wird ist in meinem Training die Bezugsperson verantwortlich.

00:07:21: Sie bringen in der Regel ihre eigenen neuen unbenutzten Tüten mit und lassen sich den Geruchsträger von der Zielperson in die Tüte legen.

00:07:31: Nach dem Trail kann die Tütete dann weiterverwendet werden – je nach Größe im Kosmetikmühleimer oder auch als Kotbeutel.

00:07:39: Wer neue Tüden will Nimmt neue Tüten.

00:07:42: Wer keinen Plastikmüll erzeugen will, nimmt keine Tüte und wählt für den eigenen Hund eine andere Lösung.

00:07:49: Häufig bringen die Zielpersonen ihre Geruchsträger bereits in eigenen neuen Tüden mit.

00:07:55: Ob sie dann vom Trailer genutzt werden oder nicht ist deren eigene Entscheidung!

00:08:03: Der dritte Punkt wo wir uns Kontaminationen einfangen ist im Umgang mit dem Geruchsträger Und das ist tatsächlich eine der größten Kontaminationsquellen und gleichzeitig die, auf die wir den größten Einfluss haben.

00:08:19: Denn auch wenn die Tüte neu unter Geruchsträger vernünftig gewonnen wurde, ist er nach der ersten Nutzung durch ein trägelndes Team durch dessen Geruch kontaminiert.

00:08:30: Ein weiterer Einsatz des selben Geruchsträgers ist nur für dasselbe Team akzeptabel!

00:08:39: Aber auch viele gut gemeinte Handlungen verursachen eine Kontamination.

00:08:44: Das hilfsbereite Angebot von anderen Teilnehmerinnen, ach ich halte ihn gern für dich bis du fertig bist oder aber auch das Präsentieren des Geruchsträgers durch Dritte.

00:08:56: und da kommen wir jetzt zu einem für mich wirklich wichtigen Punkt nämlich unnötige Kontamiration möglichst verhindern.

00:09:07: Ja, man könnte jetzt natürlich schon resigniert mit den Schultern zucken und sagen, wenn wir es eh nicht unkontaminiert hinkriegen dann ist's doch egal.

00:09:16: Und andererseits muss der Hund ja schließlich auch lernen damit umzugehen.

00:09:20: Immerhin zeigen uns die Hunde ja dass sie es können!

00:09:23: Ja, der Hund kann das?

00:09:25: Das ist gar keine Frage.

00:09:27: Dennoch sehe ich den Umgang mit den Kontaminationen tatsächlich anders.

00:09:32: Zum ersten Punkt nein Mir ist es nicht egal.

00:09:37: Ich möchte jede Kontamination, die ich verhindern kann auch wirklich verhinderen so wie ich möglichst viele Regentropfen auf meiner Brille verhindert möchte weil sie mir die klare Sicht verzerren.

00:09:50: natürlich kann ich mit einigen Regentroppen auf der Brille ausreichend umlaufen orientieren und kommen auch an.

00:09:57: Aber weniger anstrengend ist es schon, wenn ich durch eine Kopfbedeckung oder einen Schirm die Menge an Regentropfen, die auf meine Brille kommen, reduziere.

00:10:07: Was heißt das jetzt konkret?

00:10:10: Also bevor jemand anderes als die Zielperson oder die Trailerin oder der Trailer den Geruchsträger in die Hand nehmen will, gedanklich einmal stoppen und prüfen!

00:10:24: Ist das wirklich

00:10:25: notwendig?!

00:10:27: Kann ich das, was ich erreichen möchte nicht auch anders erreichen ohne den Geruchsträger anzufassen?

00:10:35: Und ehrlich gesagt meistens geht es.

00:10:39: Wenn die Teilnehmerinnen ein Bewusstsein für den Umgang mit dem Geruchsträger erlangt haben dann langt man auch nicht mehr so schnell hin!

00:10:48: Und wenn Trainerinnen einem Team dem Geruchsträger präsentieren, dann kann man auch das hinterfragen.

00:10:55: Nämlich ob die trählende Person den Geruchsträger nicht vielleicht selbst präsendieren kann und falls es nicht geht – und es gibt gute Gründe warum das nicht geht– ob nicht eine Veränderung des gesamten Ablaufs vor- und am Start langfristig nicht sogar günstiger wäre für das Team!

00:11:14: oder ob man den Geruchsträger vielleicht auch schlicht und ergreifend von der Zielperson oder dem Trailer, der Trälerin auf den Boden legen lässt.

00:11:26: Denn immerhin müssen die Hunde ja bei jedem Trail bereits den Geruchs ihrer eigenen Bezugsperson ausblenden – das kann ich nicht verhindern!

00:11:35: Da muss sich ihnen nicht noch zumuten dass sie sich auch stets mit einem zweiten Geruch auseinandersetzen müssen Diese Kontamination, also durch Dritte bei der Präsentation des Geruchsartikels wirklich gut verhindern kann.

00:11:52: Und zum zweiten Punkt – also dass der Hund es ja auch schließlich lernen muss damit umzugehen?

00:11:59: Ja absolut!

00:12:01: Aber die Lerngeschichte des Hundes im Umgang mit kontaminierten Geruchsträgern, die plane ich lieber gezielt als ihr dem Zufall zu überlassen.

00:12:12: Also geplante Kontamination?

00:12:15: Ja, unbedingt!

00:12:17: Für diese Lernerfahrung lasse ich im Training einen Gehochsträger bewusst durch eine zweite Person kontaminieren und lege dem Hund einen Trail zur Übung Ausschluss am Start.

00:12:31: Dabei, also mit dieser Übung vermittel ich dem Hund wenn auf dem Geruchsträger mehr als ein menschlicher Geruch drauf ist dann verfolge nicht die Spur der Person die am Start anwesend ist.

00:12:46: Wie schaut das also konkret aus?

00:12:48: In meinem Blogartikel hast du dazu einen kleinen Schaubild wo Du das wirklich mit einer Karte und bunten Spuren genau angucken kannst.

00:12:57: aber Ich beschreibe es mal Die ausgewählte Kontaminationsperson fasst also unmittelbar vor dem Trail den Geruchsartikel der Zielperson an.

00:13:11: Dann wird dieser bewusst kontaminierte Geruchs-Artikel dem Trailteam übergeben.

00:13:17: Zielperson und Kontaminationsperson gehen gemeinsam zeitgleich vom Start zu einem definierten Punkt X. trennen sie sich.

00:13:30: Die Zielperson bewegt sich zum Zielort und gleichzeitig bewegt die Kontaminationsperson auf einem anderen Weg zurück zum Start Zurück am Start, da steht dann eben die Kontaminationsperson.

00:13:47: Also die Person, die den Geruchsträger angefasst hat, die steht in unmittelbarer Nähe des Hundes der diesen Trail ausarbeiten soll.

00:13:56: und der Hund darf vor dem Start beim Start auch bitte direkt zu dieser Person hingehen und sich den Geruchs für den Abgleich abholen also an der Person schnuppern.

00:14:08: Und wenn wir mit dem Hund trail, wird er am Punkt X, wo sich die beiden Personen getrennt haben wird er dort eine Entscheidung treffen welche Spur er weiter verfolgt.

00:14:23: und wie gesagt ich übe das mit dem Hund bevor ich ihm das beherrschen dieser Aufgabenstellung schon abverlange.

00:14:32: Ich lasse ihn also ganz bewusst die gewünschte Erfahrung machen.

00:14:37: bitte wenn du einen Geruchsträger mit zwei Gerüchen hast und eine Person von denen ist am Start verfolge bitte die andere Spur.

00:14:48: Also gestalte ich diese Übung beim ersten Mal auch so, dass dieser Hund mit der größten möglichen Wahrscheinlichkeit wirklich die gewünschte Spur verfolgt und dann bei der Zielperson ankommt und seinen Checkpot erhält.

00:15:03: Die Spur der Zielperson darf also in der Lernphase zu Beginn ganz bewusst auch im Tacken leichter sein.

00:15:11: Und ich sorge damit ganz gezielt dafür, dass der Hund beim Weg an den Staat und am Start selbst – auch auf jeden Fall den Geruch der Person die den Geruchsartikel kontaminiert hat in die Nase bekommen kann!

00:15:25: Die muss also in Reichweite sein für den Hund.

00:15:28: Im Verlauf der Ausbildung kann ich den Schwierigkeitsgrad dieser Übungen bewusst durch unterschiedliche Stellschrauben erhöhen.

00:15:37: Ich kann zum Beispiel die Person, die kontaminiert hat ihre Strecke erst später laufen lassen.

00:15:43: Dass ihre Spur also die Frischere ist.

00:15:47: ich kann eine dem Hund bekannte Person den Geruchsartikel kontaminieren lassen und als Zielperson eine dem Hund unbekannte Personen nehmen.

00:15:57: Ich kann auch mit meiner eigenen Spur, also der Trainer, TrainerInnen-Spur variieren.

00:16:02: Indem die Trainerin mal mit der Verleidperson, also mit der Person, die kontaminiert hat, mitgeht.

00:16:11: oder man kann auch mehrere Personen einsetzen, die den Geruchsträger kontaminieren und am Start anwesend sind.

00:16:21: Und jetzt kommen wir zu einem sehr spannenden Thema nämlich unbekannte Kontamination und da sehe ich ein großes Risiko, das wir eingehen würden.

00:16:34: Ich setze also geplant kontaminierte Geruchsartikel ganz bewusst ein.

00:16:40: damit kann ich das Szenario passend für das Team gestalten weil ich an den Stellschrauben gezielt drehen kann.

00:16:49: Ganz anders sieht es aus wenn ich den Geruchs Artikel mit unbekannter Kontamnation vor mir habe.

00:16:56: Und damit kommen wir zu meinen Nicht-Lieblingsgeruchsartikeln, den Geruchsartikelen aus der Umwelt.

00:17:06: Den Stein auf dem Boden Das auf dem bodenliegende Blatt das Straßenschild, den Pfosten die Laterne.

00:17:15: Fakt ist dass alle diese Geruchs Artikel kontaminiert sein können aber nicht müssen.

00:17:25: Aber Fakt ist auch, dass für den Fall das der Geruchsartikel kontaminiert ist.

00:17:32: Es auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Spur dieser Person vor Ort gibt, da wir ja das mit dem Beaman noch nach sechzig Jahren leider immer noch nicht hinbekommen haben!

00:17:44: Warum das ein richtig großes Problem sein kann, möchte ich am Beispiel des so spektakulären und teilweise beliebten Einkaufswagen als Geruchsträger erklären.

00:17:56: Die Zielperson fasst also am Einkaufswagen den Griff an – und der Trail wird gelegt!

00:18:03: Der Hund wird dann zum Einkaufsmagen geführt und riecht dort an.

00:18:08: Schauen wir mal gezielt auf diesen Einkaufsuagen, Am Einkaufswagen befinden sich ziemlich sicher auch noch andere menschliche Gerüche.

00:18:20: Es ist ein Einkaufswagen!

00:18:22: Die Menge der meisten anderen Gerüchen ist vermutlich größer als die Menge des Geruches der Zielperson, außer die Zielperson ist vorher eine realistische Zeit mit dem Wagen durch den Laden oder sonstwo rumgelaufen.

00:18:38: Mit großer Wahrscheinlichkeit gibt es zu den anderen Gerüchen jeweils auch Spuren von dem Einkaufswagen-Ort weg.

00:18:47: Es sei denn, die Menschen stehen alle noch rum um das Einkaufswagendepot.

00:18:53: Der Geruch der Zielperson ist in diesem Versuchsaufbau meistens der Frischeste!

00:19:00: Es sei denn, man geht das Risiko ein und lässt den Einkaufswagen noch von einer weiteren Person auf unbestimmte Zeit im Laden verschwinden.

00:19:09: Und die Spur der Zielperson vom Einkaufswagen weg ist von dem auf dem wagenbefindlichen Gerüchen in der Regel auch die frischeste.

00:19:19: Es sei dann genau, mangeht das Risikon ein und lasst den Einkufswagen mit einer weiteren Personen auf umbestimmter Zeit im Laden verschwenden!

00:19:30: Die Zielperson ist in diesen Szenarien häufig eine dem Hund bekannte Person mit einer Historie an positiver Verknüpfung, mit einem Checkpot.

00:19:41: Wohin die anderen Gerüche auf dem Einkaufswagen eher dem Hund unbekannte Personen sind?

00:19:51: Kommt der Hund nach dem Anriechen am Griff des Einkaufswagens bei der Zielperson an Können wir dann in Jubel ausbrechen, weil der Hund diesen schweren Geruchsträger erfolgreich gemeistert hat?

00:20:04: Ja und nein.

00:20:07: Wir können jubeln, weil er eine großartige Leistung erbracht hat.

00:20:12: Nein!

00:20:13: Wir können nicht jubelen, weil wir gar nicht wissen ob er die Aufgabe wirklich durch das Match to Sample-Prinzip gemeisterte.

00:20:21: Denn wie ich oben ausgeführt habe, ist in den allermeisten Fällen auch das Verfolgen der frischesten Spur oder der Spur des frischsten Geruches.

00:20:32: Oder der Spurt des positiv verknüpften bekannten Menschen die Spur zur Zielperson führt.

00:20:40: und damit kaufen wir uns mit dem Einkaufswagen Im schlimmsten Fall einen Kuckuck, den wir mit jeder Wiederholung solcher Aufgaben auch noch großziehen.

00:20:52: Wir präsentieren dem Hund geradezu die Strategie das die frischeste oder bekannte Spur zum Ziel führt und das ist sogar nicht mit Match to Sample vereinbar!

00:21:05: In diesem Fall haben wir dem Hund keine eindeutige Frage gestellt und anhand der gegebenen Antwort Nämlich dem Aufwinden der Zielperson, können wir aber die zugrunde liegende Strategie nicht zweifelsfrei erkennen.

00:21:24: Mein Fazit Denken wir nochmal zurück an die drei Hunde vom Anfang.

00:21:29: Bello konnte mit seinem kontaminierten Geruchsartikel den Trail eindeutig aufnehmen weil es nur eine Spur gab.

00:21:36: Emma hingegen wusste nicht wen sie suchen sollte und Fifi?

00:21:41: Der hat sich einfach eine eigene Strategie für solche Fälle zurechtgelegt.

00:21:46: Wir kommen beim Tränen aber nicht drumrum, uns mit kontaminierten Geruchsträgern auseinanderzusetzen.

00:21:53: Aber bei unbekannten Kontaminationen können teilweise auch andere Strategien als das Match to Sample zu richtigen Zielperson führen und das ist ein großes Risiko!

00:22:06: Und es ist besonders fies dieses Risiko weil es lange nicht auffällt.

00:22:12: Mit geplanten Kontaminationen hingegen können wir wunderbar kleinschrittig die Lerngeschichte für den Hund gestalten.

00:22:21: Unnötige Kontamminationen verhindern wir einfach und wenn's dann doch passiert, ja shit happens!

00:22:29: Dann ist das auch kein Grund zur Resignation.

00:22:31: Dann überlegen wir, was diese bekannte Kontamination in dieser Situation bedeutet.

00:22:37: Also gibt es Altspuren von der Person die kontaminiert hat?

00:22:41: Ist die Person vor Ort also können wir sie ausschließen lassen?

00:22:44: oder ist diese Aufgabe so für den Hund akzeptabel also zum Beispiel wie es für Bello war weil zwar kontaminierte aber nur eine Spur gab oder ob wir jetzt in dem Fall eine andere Lösung für das Problem finden müssen.

00:23:00: denn Beim Trailen als Enrichment soll das Erlebnis des Trails für den Hund eine positive Bilanz haben.

00:23:09: Wir müssen es ihm durch unnötige Kontaminationen, beispielsweise auch durch Trainerinnen nicht unnöthig schwer machen.

00:23:19: Denn nur weil unsere Hunde etwas können, müssen sie es nicht zwangsläufig auch müssen!

00:23:35: Man trailing, time to shine.

00:23:38: Dem Podcast von Astrid Speerlich.

00:23:42: Weitere Informationen zu mir findest du auf meiner Website www.

00:23:48: astrid-speerlich.de.

00:23:52: Ich freue mich wenn Du auch bei der nächsten Folge wieder dabei bist Wenn es heißt man trailing Time To Shine.

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